Erste Schritte

Seit nunmehr vier Tagen bin ich also nun ein Schriftsteller. Den vorangegangenen Satz zu lesen fühlt sich seltsam surreal an. Wahrscheinlich habe ich immer noch nicht so ganz realisiert, was in den letzten Tagen geschehen ist, was sich verändert hat.

Im Alter von 18 Jahren habe ich beschlossen, mich als Schriftsteller zu versuchen. Damals hatte ich einen klassischen Fehlgriff getan: Ich hatte mein Taschengeld in einen Roman mit hölzernen Chrakteren und einem unglaubwürdigen, unsspannenden Plot investiert und nachdem ich mich endlich durch die knapp 600 Seiten gekämpft hatte, war mein Fazit: „Das kann ich auch.“

Also begann ich zu schreiben, zunächst jedoch vollkommen unsystematisch. In rascher Folge entstanden Kurzgeschichten, Erzählungen und Teile eines historischen Romans, meines „opus magnum“ in vier Teilen, an dem ich nach wie vor arbeite.

Seitdem sind nun 17 Jahre vergangen. In dieser Zeit studierte Psychologie, begann eine Fortbildung zum Psychotherapeuten und ein Studium der Kulturwissenschaften, arbeitete in Akut- und Rehakliniken, Ambulanzen und Beratungsstellen. Das Schreiben begleitete mich dabei als spannendes Hobby durch berufliche und private Höhen und Tiefen. Meine Texte selbst oder gar über einen Verlag zu veröffentlichen war all die Jahre über ein schönes, verlockendes Traumgespinst.

2012 hatte mich dann die große Lust gepackt, mich einmal an einem Krimi zu versuchen. Das Resultat überzeugte schließlich auch meinen schärfsten Kritiker, mich selbst. Ich beschloss, mich auf Verlagssuche zu begeben. Wahrscheinlich hätten schon diese eineinhalb Jahre, in denen ich nach der Fertigstellung des Manuskripts in mehreren Phasen Ausschau nach Verlagen und Literaturagenturen hielt und an Exposèen feilte, genügend Stoff für ein Blog abgegeben.

Vor vier Tagen erhielt ich dann das Angebot, meinen Roman und den in der Zwischenzeit entstandenen Folgeband bei Ullstein Midnight als eBook zu veröffentlichen. Der Traum wurde plötzlich Realität. Und mit dieser Realität muss und darf ich mich nun anfreunden. „Die Spur des Jägers“ wird im Dezember erscheinen und bis dahin ist noch viel zu tun: Das Manuskript muss redigiert und korrigiert, das Cover gestaltet, Klappentext und Autorenbiographie müssen formuliert werden. Gleichzeitig werde ich als Autor an die Öffentlichkeit treten.

Dieses Blog ist der erste Schritt auf diesem Weg und gleichzeitig soll es für mich eine Art Raum zum Nachdenken sein. Eine Gelegenheit, innezuhalten, zusammenzufassen, was ich in meiner neuen Traumrealität erlebt habe, Einblicke in meine Arbeit zu geben und wenn Zeit dazu bleibt auch über das Hobby zu schreiben, dem ich weiterhin mit großer Leidenschaft nachgehe: Das Lesen.

Ich freue mich sehr auf das, was kommen wird und möchte diesen ersten Blogeintrags mit einem Ramones-Zitat beschließen, das mir in den letzten Tagen immer wieder in den Sinn kam:

„Hey ho, let’s go!“

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