Der Teufel im Detail

Nachdem ich am vergangenen Wochenende mit der ersten Überarbeitung meines zweiten Krimis fertig geworden war, habe ich mir erst einmal ein paar Tage Ruhe gegönnt. Es hat sich ein bisschen angefühlt wie die Zeit unmittelbar nach einer Prüfung, eine seltsame Mischung aus Durchatmen und Langeweile.

Gestern habe ich dann das redigierte Manuskript vom Verlag zurückbekommen. In der Vor-Computer-Ära wären die 378 Seiten mit zahlreichen, leuchtend roten Markierungen versehen gewesen wie ein Schulaufsatz voller Rechtschreibfehler. Heutzutage wird hierfür die Kommentarfunktion von Word benutzt, was wesentlich praktischer ist und auch deutlich freundlicher aussieht, als Korrekturen mit dem Rotstift.

Inzwischen habe ich bereits die Hälfte des Manuskripts durchgearbeitet und schon jetzt bin ich begeistert von der Arbeit der Lektorin. Zum einen sind penibel alle Tippfehler, Kommafehler und sonstige falsch gesetzten oder vergessenen Satzzeichen erfasst. Aber auch kleinere Anschluss- und Logikfehler sind ihr nicht entgangen. Natürlich hatte ich das Manuskript selbst mehrmals durchgearbeitet und korrigiert. Wenn ich nun jedoch sehe, wie viel mir dabei entgangen ist, bin ich ehrlich gesagt ziemlich schockiert. Ein gutes Korrektorat ist Gold wert und ich bin froh, dass ich für „Die Spur des Jägers“ nun die Möglichkeit dazu bekommen habe.

Ich hatte ja bereits zwei historische Romane unter Pseudonym veröffentlicht und obwohl ich beide mindestens ein halbes Dutzdend mal nach Rechtschreibfehlern durchgesehen habe, sind noch immer viel zu viele in den endgültigen Fassungen bestehen geblieben. Das wird natürlich – zu Recht – in mehreren Rezensionen bemängelt und führt zu Punktabzügen. Dies ist dann insofern ärgerlich, dass formale und nicht inhaltliche Kriterien die Kritik negativer ausfallen lassen als notwendig. Vielleicht sollte ich daher auch mit diesen beiden Büchern noch einmal auf Verlagssuche gehen.

Aber zunächst habe ich noch viel Arbeit vor mir. Die zweite Hälfte des Manuskripts wartet auf die Überarbeitung und wenn ich dann die endgültige Version an den Verlag geschickt habe, muss ich mich gleich dem zweiten Band zuwenden. Abgabetermin ist der 7. November. Und doch will ich mich nicht über den damit verbundenen Stress beklagen. Es gibt nichts, was ich zur Zeit lieber tun würde.

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