Fädenspinnen

Die vergangene Woche habe ich dazu genutzt, die beiden Kriminalfälle, um die mein zweiter Roman sich dreht, noch einmal genau zu analysieren. Dabei bin ich sehr gründlich vorgegangen: Ich habe eine insgesamt acht DINA4-Seiten umfassende, zweispaltige Tabelle angelegt, in der ich chronologisch die einzelnen, im Roman verstreuten Hinweise und die Ermittlungsschritte eingetragen habe, von der ersten Erwähnung der Taten im Lokalradio bis zum finalen Showdown.

Dadurch wollte ich mögliche Lücken oder lose Enden in der Indizienkette aufspüren und ich glaube, dass mir das auch ganz gut geglückt ist. Nun liegt mir eine Liste mit siebzehn Kritkpunkten vor, die ich noch einmal im nächsten Überarbeitungsschirtt berücksichtigen muss. Dabei geht es dann beispielsweise um Details wie korrekte Zeitangaben. Wenn die Leiche um 23.45 Uhr gefunden wird, kann sie nicht um 00.10 Uhr telefonieren. Ich bin ja nicht Stephen King und eine rote Piesterin von R’hllor ist auch nicht in der Nähe. Größere Logiklöcher habe ich jedoch glücklicherweise nicht entdeckt, ich bin aber sehr gespannt, ob die Lektorin des Verlags dann noch ein paar Detail zutage fördert, die mir bislang entgangen sind.

Die kommende Woche werde ich dazu nutzen, diese ToDo-Liste abzuarbeiten. Danach schreibe ich dann den Epilog. Den habe ich mir ganz bis zum Schluss aufgehoben, um an dieser Stelle dann auch wirklich alle losen Fäden noch einmal zu einem runden Ende zu verbinden. Schließlich werde ich das Manuskript dann ins Pub-Format konvertieren und einmal auf meinem Tablet durchlesen. Ich habe nämlich bei „Die Spur des Jägers“ die erstaunliche Erfahrung gemacht, dass bereits der Wechsel des Leseformats von der Textverarbeitungsdatei zum Reader auch ein wenig den Blickwinkel verändert. Bei meinem ersten Krimi habe ich so noch einige Details entdeckt, die mir beim mehrfachen Durchlesen am Computer entgangen waren. Insofern hoffe ich dann auch wieder auf einen erleuchtenden Perspektivenwechsel.

Abschließend werde ich noch die sprachlichen Unebenheiten etwas glätten. Und dann ist mein zweiter Krimi endlich fertig. Ich dürfte somit keine Probleme damit haben, das Manuskript bis zum 7. November an den Verlag zu schicken. Das sind noch 21 Tage. Don’t Panic!

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