Altes und Neues

Die Zeit zwischen den Weihnachtsfeiertagen und Silvester eignet sich wunderbar dafür, auf das nun beinahe vollendete Jahr 2015 zurück zu blicken. Vor einem Jahr steckte ich (bzw. mein Alter Ego F. J. Conrad) noch mitten in der Arbeit an „D“, dem zweiten Teil der“opposita concidentia“-Reihe. Gleichzeitig befand ich mich aber auch noch auf der Suche nach einem Verlag für das Krimi-Manuskript, das dann später unter dem Titel DIE SPUR DES JÄGERS veröffentlicht werden sollte.

Die Entstehungs- und Veröffentlichungsgeschichte des Romans ist etwas kompliziert. Nachdem ich das Manuskript im Juni 2014 fertiggestellt hatte, beschloss ich, mich auf die Suche nach einer Publikationsmöglichkeit zu begeben. Ich recherchierte dafür zunächst, wie man ein Exposé für ein literarisches Werk schreibt und nahm dann Kontakt mit mehreren Literaturagenturen auf. Während ich auf die Rückmeldungen wartete, begann ich mit der Arbeit an „D“.

Nachdem ich etwa ein Dutzend Absagen bekommen hatte, spielte ich eine Weile lang mit dem Gedanken, den Krimi wie auch schon meinen ersten historischen Roman im Selbstverlag unter Pseudonym zu veröffentlichen. Nachdem ich jedoch zwei Freunden das Manuskript zum Probelesen gegeben hatte, ermutigten mich die positiven Rückmeldungen dann doch, noch einmal nach „offiziellen“ Publikationswegen zu suchen.

Dieses Mal nahm ich direkt Kontakt mit Verlagen auf, schickte meine Exposés ein – und erhielt trotz anfänglichen Interesses mehrerer Verlage erneut nur Absagen oder – noch frustrierender – gar keine Rückmeldung. Nach der Fertigstellung und Veröffentlichung von „D“ suchte ich dann ein letztes Mal nach einem Verlag, in diesem Fall jedoch speziell für ebooks. Schließlich erhielt ich von Midnight by Ullstein ein Vertragsangebot für DIE SPUR DES JÄGERS und den Nachfolger SCHWABENMORD.

Seitdem habe ich viele neue Erfahrungen machen dürfen, was Lektorat, Covergestaltung, Titelsuche aber auch Marketing angeht. Das ist sehr spannend, wenngleich auch zeitraubend. Wirklich neue Texte habe ich seit Oktober nicht mehr geschrieben. Aber dafür ist ab Januar wieder genügend Zeit. Davor muss ich aber noch ein wenig die Werbetrommel rühren.

Zu diesem Zweck habe ich letzte Woche ich eine Leserunde zu DIE SPUR DES JÄGERS bei lovelybooks.de gestartet. Das Konzept finde ich sehr spannend. Ich verlose unter den Bewerbern 10 freie Rezensionsexemplare des Romans und dann diskutieren wir abschnittsweise über das Buch. Eine direktere und frischere Rückmeldung kann es kaum geben und ich bin schon richtig gespannt darauf, wie die Leser sich äußern werden. Davor muss ich allerdings noch aus dem Bewerberpool zehn Kandidaten auswählen, was nicht ganz einfach werden wird. Wahrscheinlich werde ich den Zufall entscheiden lassen und Lose ziehen. Aber jetzt warte ich erst einmal ab, wieviele Leser sich denn überhaupt bewerben.

Ansonsten bin ich gerade ein wenig am Recherchieren für MET UND MEUCHELMORD, den dritten Teil meiner Inge-Vill-Reihe. Wahrscheinlich werde ich Anfang kommender Woche mit der Niederschrift beginnen. Und darauf freue mich mich schon sehr.

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Pläne

Meinem Vorhaben zum Trotz, dass ich dieses Jahr ganz bestimmt nicht mehr an einem neuen Krimi arbeiten würde, habe ich gerade eben die ersten Zeilen von MET UND MEUCHELMORD geschrieben. Tja, wenn die Muse ruft, darf man sich wohl nicht verstecken :-).

Ich hatte mir schon seit längerem vorgenommen, einen Krimi zu schreiben, bei dem ein Mittelaltermarkt den Schauplatz für einen Mordfall abgibt. Meine beiden Jungs sind gerade in der Ritter-Burgen-Drachen-Phase und so hatte ich die letzten Jahre über genügend Gelegenheit, diese farbenprächtigen und gleichzeitig etwas seltsamen Veranstaltungen sozusagen im Feld zu studieren. Zudem habe ich so endlich die Gelegenheit, dem Mörder eine ungewöhnliche Tatwaffe in die Hand zu geben und meinem Faible für historische Stoffe zu frönen. Ich schlage also mehrere Fliegen mit einer Klappe und freue mich schon sehr auf die weitere Ausarbeitung und das Niederschreiben des Manuskripts.

Wenn ich damit so zügig vorankomme wie bei SCHWABENMORD, werde ich den Roman im Juni oder Juli beenden. Anfang August befinde ich mich zu Recherchenwecken in Prag, der dritte Band meiner historischen Romanreihe wartet schon darauf, begonnen zu werden und dafür muss ich noch ein wenig historische Fakten sammeln. Dieses Buch plane ich für 2017 genauso wie den vierten Inge-Vill-Band.

Und dann schwebt mir da noch ein recht wildes Projekt mit dem Arbeits-Titel KRAUTS durch den Kopf, das wohl aber erst 2018 das Licht der Welt erblicken wird. Aber mit Plänen ist das ja immer so eine Sache. Auf jeden Fall habe ich viel vor und viele Ideen. Und das fühlt sich wunderbar an.

Ebenfalls wunderbar fühlt sich an, dass ich seit letzter Woche Mitglied beim SYNDIKAT bin. Schon seit ich Krimis zu lesen begonnen habe, bin ich immer wieder auf diese Vereinigung der deutschen Krimiautoren gestoßen. Allein schon den Namen fand ich unsagbar cool. Dass ich nun selbst Mitglied bin, ist schon noch recht surreal. Aber spätestens, wenn ich mein erste CRIMINALE besuchen werde, werde ich mich daran gewöhnen. Marburg 2016, ich komme!

 

 

Loslassen

Am Montag vor einer Woche habe ich das endgültige Manuskript von SCHWABENMORD, der Fortsetzung von DIE SPUR DES JÄGERS, an den Verlag geschickt. Erstaunlicherweise ist es mir dieses Mal deutlich leichter gefallen, den Text „loszulassen“ als bei meinem ersten Krimi. Das mag allerdings auch an der Entstehungsgeschichte der beiden Bücher liegen. An DIE SPUR DES JÄGERS habe ich insgesamt dreieinhalb Jahre lang gearbeitet, an SCHWABENMORD auf den Tag genau fünf Monate.

Wenn ich mir den letzten Satz durchlese, erschrecke ich beinahe. Nur fünf Monate vom ersten Wort bis zu einer überarbeiteten, redigierten und satzfertigen Fassung? Das könnte tatsächlich ein wenig nach Fließbandproduktion klingen, aber ich habe es während der Arbeit an SCHWABENMORD keine Sekunde lang als solche empfunden. Ganz im Gegenteil. Ich war voll konzentriert und mit viel Freude bei der Sache und deshalb ist das Buch auch in einem Rutsch – wie ich finde – sehr gut gelungen.

Ende letzter Woche habe ich dann auch gleich noch den Coverentwurf zugeschickt bekommen, von dem ich nach wie vor total begeistert bin. Das Bild spiegelt das unsichere und komplizierte Innenleben meiner Protagonistin wunderbar wider und passt noch dazu sehr gut zum Cover von DIE SPUR DES JÄGERS. Ich freue mich schon darauf, das Bild zu posten, wenn es endgültig als Cover feststeht.

Nun gibt es gar nicht mehr so viel zu tun. Ich warte noch auf den offiziellen Veröffentlichungstermin und dann kann ich mich daran machen, die Werbetrommel zu rühren. Trotzdem bleibt noch genügend Zeit, das Jahr ruhig ausklingen zu lassen und das werde ich ausgiebig genießen. Erfreulicherweise habe ich dann die Gelegenheit, auch selbst wieder ein wenig zu lesen. Ich habe bereits mit dem neuen Roman von Robert Galbraith begonnen und bin schon hin und weg :-).

Im Januar werde ich dann mit der Arbeit an Band drei beginnen. MET UND MEUCHELMORD (so der Arbeitstitel) sitzt schon in den Startlöchern und ich freue mich schon total, ihn zu Papier bzw. in digitale Formen zu bringen.