Band 2

Schwabenmord klein

Seit Vorgestern ist mit SCHWABENMORD mein zweiter Inge-Vill-Krimi nun endlich auf dem Markt. Mit zweiten Bänden ist das ja immer so eine Sache. Zum einen sollen sie natürlich eigenständige Bücher sein, die man im besten Fall auch lesen kann, wenn man den Vorgänger nicht kennt. Zum anderen sollen aber natürlich auch Anknüpfungspunkte zum ersten Band vorhanden sein, sollen sich serienübergreifende Handlungsstränge fortsetzen und Charaktere weiterentwickeln.

Bei der Konzeption von SCHWABENMORD war mir wichtig, nicht eine bloße Kopie von DIE SPUR DES JÄGERS zu schreiben. Deshalb entschied ich mich dafür, mich im zweiten Band nur auf einen Handlungsstrang zu konzentrieren. Während bei DIE SPUR DES JÄGERS Inges Aufenthalt in der psychosomatischen Klinik und das Tagebuch des „Senfmörders “ eine beinahe ebenso wichtige Rolle spielen wie die eigentliche Krimihandlung, liegt der Schwerpunkt bei SCHWABENMORD ganz klar auf den beiden Mordfällen.

Das Buch ist also ein bisschen klassischer geraten, da im Zentrum der Handlung das Zusammenfügen der Puzzleteile steht, mit denen Inge die Fälle aufklärt. Das bedeutet nun nicht, dass die psychologische Seite zu kurz kommt. Hierbei fand ich zum einen Inges Ausgangslage spannend: Zu Beginn des Buches beginnt sie nach über einem Jahr Auszeit eine berufliche Wiedereingliederung, tastet sich also erst einmal vorsichtig an den Berufsalltag heran. Das geht sehr häufig mit Unsicherheit und Ängste einher und läuft  manchmal auch recht holprig. Ich wollte nun darstellen, wie sie in ihrem beruflichen Alltag langsam Sicherheit gewinnt, sich diesen wichtigen Lebensbereich sozusagen von ihrer Angst zurückerobert.

Das zweite psychologische Thema des Buches ist Inges komplizierte Beziehung zu ihrer Mutter, die durch die Ereignisse in DIE SPUR DES JÄGERS noch schwieriger geworden ist als zuvor. Dies wird sicher auch in den kommenden Bänden immer mal wieder wichtig werden.

Aufgrund ihrer guten Erfahrungen in der psychosomatischen Klinik begibt sich Inge auf die Suche nach einem ambulanten Psychotherapieplatz und hat mehrere Vorgespräche bei Psychotherapeuten. Zu diesem Thema werde ich nächste Woche noch ausführlicher schreiben.

Und natürlich haben auch viele Figuren aus Band 1 ihren Platz in SCHWABENMORD: Inges Team, Staatsanwalt Fink (dessen Vornamen wir nun endlich erfahren :-)), Anja, Peter, Frau Kösler…

Ich hoffe jedenfalls, dass diejenige, denen DIE SPUR DES JÄGERS gefallen hat, auch SCHWABENMORD mögen werden und dass alle Leser, die gleich mit Band 2 einsteigen, viel Freude an dem Buch haben!

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