Leitmotive

Ich höre beim Schreiben keine Musik. Wenn ich mich mit meinem Laptop in mein stilles Kämmerlein zurückziehe, dann ist es dort tatsächlich still. Die Wörter fließen am besten aus meinem Kopf in meine Finger, wenn es nichts gibt, das mich ablenken könnte. Das soll nicht heißen, dass ich keine Musik mag oder dass Musik nichts zum Entstehen meiner Bücher beitragen würde. Das Gegenteil ist der Fall. Wenn ich nicht gerade schreibe, höre ich viel Musik und die komplexen Stimmungen, die Musik auf so unnachahmliche transportieren kann, versuche ich auch so gut wie möglich in meinen Charakteren nachklingen zu lassen.

In meinem neuen Projekt „Krauts“ erzähle ich die Handlung aus den Blickwinkeln von zwölf Carakteren, vier dunkelgrauen und acht hellgrauen. Für jeden dieser Protagonisten habe ich Anfangs einen Song oder ein Musikstück gewählt, das zu dessen Persönlichkeit passen könnte. Aus meinen Ideen und der Stimmung dieser Musikstücke, versuche ich nun beim Schreiben die Caraktere zu entfalten und zu differenzieren. Über die Handlung und die handelnden Personen will ich noch nicht zu viel verraten, aber die zwölf „Songs“, die ich als Leitmotive verwende, teile ich gerne schon einmal – hier sind sie:

Frank Zappa – Bobby Brown (goes down)

Placebo – Teenage Angst

Muse – Bliss

Smashing Pumpkins – Porcelina of the vast oceans

Schubert – Sinfonie in h-moll, 1. Satz „Allegro moderato“

Nirvana – All Apologies

David Bowie – Heroes

Farin Urlaub – Petze

Rammstein – Wollt ihr das Bett in Flammen sehen?

Queen – I want it all

Depeche Mode – Walking in my shoes

Alannis Morisette – You oughta know

 

Sollte aus dieser Liste eine gewisse Vorliebe für das Genre des Alternative Rock hervorscheinen, ist das voll und ganz beabsichtigt: Ich mag keinen Mainstream mehr :-). Deshalb bevorzuge ich auch die Schubert-Einspielung von Carlos Kleiber und den Wiener Philharmonikern.

 

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