Lebenszeichen

Ich habe in letzter Zeit wenig von mir hören lassen. Zumindest auf diesem Kanal, bei Twitter war ich deutlich aktiver, aber dazu werde ich zum Stichwort #BartBroAuthors ein anderes Mal etwas schreiben. Für meine Schweigsamkeit gibt es einen sehr erfreulichen Grund: Ich habe mir in den vergangenen Wochen die Finger an meinem neuen Projekt wund geschrieben.

„Krauts“, mein Urban-Fantasy-Roman, ist inzwischen auf stolze 450 Seiten angewachsen – und ich habe noch nicht einmal die Hälfte geschafft. Allerdings bin ich auch nicht mehr allzu weit von der Halbzeit entfernt. Im Gegensatz zu meinen Krimis, bei denen ich den gesamten Plot im Voraus festgelegt und dann den Text ohne größere Abweichungen geschrieben habe, gehe ich dieses Mal anders vor.

„Krauts“ besteht aus 12 Kapiteln. In jedem der Kapitel gibt es ein Unterkapitel für jeden der 12 Point-Of-View-Charaktere. Festgelegt habe ich nur die Handlungspunkte am Ende jedes Kapitels. Die Geschichte innerhalb der Kapitel entwickle ich mehr oder weniger  frei auf diese Zielpunkte hin. Das macht zum einen sehr viel Spaß, zum anderen ergeben sich dadurch auch viele Verknüpfungen und Perspektiven, die ich beim groben Planen der Handlung noch nicht kannte.

Vor dem Überarbeiten des fertigen Manuskripts graust es mir jedoch schon ein wenig. Bedingt durch die Arbeitsweise gibt es viele Inkonsistenzen und logische Fehler in der Handlung und auch die Charaktere werden an einigen Stellen sich widersprechende Persönlichkeitszüge aufweisen. Erfreulicherweise muss mir darüber jedoch (noch) keine Sorgen machen.

Aktuell stehen noch 5 Unterkapitel des 6. Kapitels bis zur Halbzeit aus. Ich habe meinen Projektplan so gestaltet, dass ich das Manuskript dann erst einmal bis Ende Juni liegen lassen und mich anderen Dingen zuwenden werde. Zu allererst ist da einmal die Kurzgeschichte zu nennen, die ich für den „Forever“-Wettbewerb mit Nele Neuhaus einreichen werde. Sie  trägt den Titel „Cleopatra“, liegt in einer ersten Version von 12 Seiten bereits vor und benötigt nun noch etwas Feinschliff. Nach einer Woche Urlaub an der Loire, wo ich einige Schauplätze meines ersten Romans „B“ noch einmal besuchen werde, werde ich dann meinen 3. Inge-Vill-Krimi beenden. Das sollte bis Ende Juni gelingen. Ende August sollte „Krauts“ in einer ersten Rohfassung vorliegen. Dann werde ich mich einem schon längere Zeit geplanten Inge-Vill-Kurzkrimi widmen.

Ab Oktober sollte ich nur noch mit Überarbeiten beschäftigt sein. Die Arbeiten an „Krauts“ werden sich sicher bis weit ins nächste Jahr ziehen, aber gut Ding will eben Weile haben. Ganz bestimmt werde ich 2017 aber mit den Arbeiten an „W“, dem 3. Teil der „Opposita Concidentia“ beginnen. Das Projekt liegt schon viel zu lange auf Eis und F. J. Conrad scharrt schon ungeduldig mit den Hufen.

Es gibt also viel zu tun. Aber das ist ja nichts Neues :-).

 

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