Heiligsblechle

Silvester ist ein guter Anlass, um zurückzublicken auf ein Jahr, das für viele von uns so dramatisch, spannend, traurig aber hoffentlich auch freudvoll war wie ein Roman. Für mich persönlich begann 2016 mit einer Lovelybooks-Leserunde zu meinem ersten Krimi „Die Spur des Jägers“. Der Austausch mit den Lesern war eine große Bereicherung für mich und über das ausnahmslos positive Feedback habe ich mich sehr gefreut. Ich konnte auch einige Anregungen aus der Leserunde direkt in die Arbeit an Band 3 einfließen lassen.

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Am 15.1. erschien dann „Schwabenmord“ und bereits kurz nach der Veröffentlichung machte ich mich an die Fortsetzung, die damals noch den Arbeitstitel „Met und Meuchelmord“ trug. Allerdings geschah dann Mitte Februar etwas vollkommen Unerwartetes: Die Muse schaute vorbei und gab mir einen dicken Schmatzer, was mich dazu veranlasste, mich in ein neues Projekt zu stürzen. Bis Ende Juli hatte ich in einem wahren Schreibrausch die Erstfassung eines 1200-seitigen Urban-Fantasy-Romans mit dem Titel „Krauts“ fertiggestellt. Seitdem liegt der erschreckend dicke Papierstapel des Ausdrucks neben mir im Regal und wartet auf seine Überarbeitung. Allerdings wird „Krauts“ sich noch ein wenig gedulden müssen. Da Leonardo da Vinci eine wichtige Rolle in dem Roman spielt, möchte ich ihn gerne erst 2019 veröffentlichen, zum 500. Todesjahr Leonardos. Zudem haben andere Projekte Vorrang.

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Im Mai verbrachte ich eine Woche im Loiretal, dem Schauplatz meines ersten Historienromans „B“., den ich auch gleich an Ort und Stelle in Szene setzte:

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Nachdem ich die Arbeit an „Krauts“ abgeschlossen hatte, machte ich mich daran, „Met und Meuchelmord“ zu beenden. Mitte August konnte ich dann das Manuskript an meine Testleser verschicken. Ich bekam sehr hilfreiche Rückmeldungen, die ich im September einarbeitete. Im Oktober, gleich nach der „Schwabenblut“-Lesung in der Stadtbücherei Senden, schickte ich den Krimi, dessen Titel inzwischen zu „Schwabenblut“ geworden war, an Midnight. Und im Dezember bekam ich dann die wunderbare Nachricht, dass der Verlag das Buch Anfang 2017 veröffentlichen wird.

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Im November begann ich mit der Arbeit an einem neuen Krimiprojekt mit dem Arbeitstitel „Lindenweiherleichen“. Leider zwang mich mein Magen zu einer dreiwöchigen Zwangspause, aber erfreulicherweise konnte ich die Erstfassung gerade noch rechtzeitig fertigstellen, ehe „Schwabenblut“ mit Arbeitsaufträgen aus dem Lektorat zurückkam.

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Wenn ich mir das alles durchlese, stelle ich zu meinem großen Erstaunen fest, dass ich 2016 drei Romane mit insgesamt beinahe einer halben Million Wörtern geschrieben habe. Heiligsblechle, wie der Schwabe sagt :-).

Doch 2016 bestand nicht nur aus Schreiben. Ich machte auch meine ersten Schritte in den sozialen Medien, begann in (leider unregelmäßigen Abständen) zu bloggen, durfte zwei Interviews geben, erstellte eine Homepage und weckte das Interesse von mehr als 300 Menschen, die mir inzwischen bei Twitter folgen. Zudem trat ich den BartBroAuthors bei, einem witzigen und kreativen Verein, in dem sich Autoren, Lektoren, Grafiker und anderweitig Bücherverrückte zusammengeschlossen haben, um bessere, schönere und bewegendere Literatur zu schaffen. Durch die Vernetzung mit meinen bärtigen Autorenfreunden habe ich viel gelesen, viel gelernt, aber auch viel gelacht und so wurden die BartBroAuthors zu meinem literarischen Highlight 2016.

Nun bin ich gespannt, was mir 2017 bringt. Ein erster Fixpunkt wird die Veröffentlichung von „Schwabenblut“ in Februar, der ich schon entgegenfiebere. Wenn ich „Lindenweiherleichen“ den letzten Schliff gegeben habe, werde ich mir überlegen müsse, ob ich den Roman selbst verlege oder ihn einem Verlag anbiete. Danach werde ich mich dann in mein nächstes Projekt stürzen, einen in London spielenden Psychothriller mit dem Arbeitstitel „FS 1900“. Außerdem plane ich einen „Inge-Vill“-Kurzkrimi sowie Band 4 der Reihe. Und schließlich warten auch noch meine historischen Romane auf eine Fortsetzung, F. J. Conrad scharrt schon mit den Hufen. So wie es aussieht, wird es mir wohl nicht langweilig werden.

Liebe Leser, ich wünsche Euch allen ein frohes, gesundes und vor allem friedvolles Jahr 2017. Wir lesen uns!

 

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